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Sieg des Kreuzes Juni 2015

Ich klopfe an. Hans R. Waldvogel
Die lebendige Stimme des lebendigen Gottes. Daniel Del Vecchio
Was ist Bekehrung? Billy Graham
Der feste Grund unserer Hoffnung. C. H. Spurgeon
Gefahren für die Einheit. Dietrich Bonhoeffer

Die Botschaft vom Sieg des Kreuzes
Juni 2015                     Jahrgang 30/06

Published by RIDGEWOOD PENTECOSTAL CHURCH 8420 85" DRIVE
WOODHAVEN, NY 11421‑1219 Printed in USA
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Ich klopfe an. Hans R. Waldvogel

In dem Bibelwort ‑ Offenbarung 3, 14‑21 ‑ wird dem Gläubigen eine bemerkenswerte Schriftstelle nahe gebracht Es ist eine der erstaunlichsten Verheißungen, die Gott in seinem Wort gibt ‑ das Sitzen mit Jesus auf dein Thron. Gott spricht hier zu Christen.

Dieses Gotteswort ist nicht für die Welt. Es ist auch nicht für einen halbherzigen Christen, der Jesus ausgeschlossen hat. Es spricht auch nicht von dem Erlebnis, das wir zu Beginn unseres Glaubenslebens machen, wenn Jesus bei der Bekehrung in unser Herz einzieht. Es spricht von der Königsherrschaft, von der siegreichen Macht über unseren Willen und unser Begehren. Jesus spricht hier zu Christen, die lau geworden sind. Sie besuchen die Gottes-dienste. Sie sind nicht wie die Welt. Sie gehen nicht ins Kino, sie gehen nicht zum Tanzen. Sie sind sehr reich, sie wissen weit mehr als die toten Kirchen. Sie weissagen, sie haben die Geistestaufe empfangen. Sie sind reich und satt und bedürfen nichts. Jesus redet zu einer Gemeinde, und diese Gemeinde ist mit sich zufrieden.

Er sagt ihnen aber eigenartige Dinge: "Du bist lau ‑ du bist weder heiß noch kalt. So wie du bist, will ich dich nicht haben! Entweder heiß oder kalt! Entweder dein ganzes Herz oder gar nichts!" Weißt du gar nicht, dass Jesus täglich zu dir kommt und dass du ihn nicht mit einer halbherzigen Hingabe befriedigen kannst? Er möchte dich ganz haben, sonst kann er dich nicht gebrauchen. Den Religiösen den Söhnen der Menschen die da sagen: "Wir sind reich und haben gar satt und bedürfen nichts!", ist er ein Fremder. Wie ganz anders ist es, wenn ein Herz sagt: "Jesus, ich brauche dich jede Stunde. Ohne dich kann ich nicht leben. Ich bin arm, ich bin schwach, ich bin hilflos. Mein Heiland, ich muss dich immer haben!" Und wer ihn sucht, der wird ihn finden.

"Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an!" Es ist Jesus, dem du gegenübertreten musst. Hast du sein Klopfen vernommen? Wie wunderbar, wenn ein Herz von dem Geliebten erwählt wird. Er begegnet ihm mit dem Dornen gekrönten Haupt. Hast du schon verstanden, dass dies für dich geschehen ist? Hat es dein Herz berührt?

Wie herrlich ist es, wenn Jesus kommt! "Ich werde eingehen und das Abendmahl mit ihm hallen und er mit mir." Es gibt etwas zu essen und zu trinken. Hier ist das Brot des Himmels. Hier haben wir die Gemeinschaft und göttliche Vereinigung mit dem Sohn Gottes. 0 es ist er, Jesus selbst! Wenn er kommt, dann sage nicht: "Ich bin reich und habe gar satt!" Erkenne deine Armut, deine Nichtigkeit! Er ist dein Reichtum. Er ist dein alles in allein. Das ist die heiligste Verbindung, die du haben kannst. Das ist die heiligste Zeit, die du erleben kannst. 0 wie köstlich ist es, in diesem inneren Reichtum zu leben, wenn Jesus gekommen ist! Du hast ihm dein Herz und deine Seele "eröffnet, und er hat völligen Besitz davon ergriffen.

Es ist eine große Tat Gottes, wenn du die Entscheidung triffst und ihm die Herrschaft übergibst. Darin wirst du in Wahrheit sagen: "Ich bin dein!" Du tust dies nicht in deiner eigenen Kraft, sondern der Heilige Geist wirkt es in dir. Der Heilige Geist beginnt jetzt, sein Leben in dir zu leben. Und wenn dich der Heilige Geist dahin gebracht hat, dass du die Tür für Jesus aufschließt, dann möchtest du ihn auch wirklich haben. Du wirst nicht eher ruhen, als bis du ihn in dein Haus geführt, bis du ihn herzlich aufgenommen und bis du zu ihm gesagt hast: "Ich lasse dich nicht wieder von mir gehen!"

Die Not in den heutigen Gemeinden ist nicht Weltlichkeit, sondern Lauheit. Diese Halbherzigkeit befriedigt dich mit einer Form der Gottseligkeit. Du hast kein Verlangen mehr zum Beten. Du wartest nicht vor dem Herrn, bis dein Herz von der Liebe Gottes entzündet wird und für Jesus glüht. Die Lauheit hat keine Kraft über die weltlichen Einflüsse oder über die Macht des Teufels. Nur Jesus in dir besitzt diese Kraft. Sobald du dich für ihn entscheidest Und ihm dein Leben übergibst, gibt er sein Leben dir. Sobald du dich ernstlich für ihn öffnest, komm Jesus hinein, und du weißt, dass er da ist.

Wir können nicht Glieder am Leibe Christi sein, solange unser Leib nicht ein lebendiges Opfer geworden ist. Du weißt, was das bedeutet: Wir sollen nicht geschlachtet oder verbrannt werden. Wir sollen vielmehr brennen mit dem Feuer des Heiligen Geistes! Das ist der Grund, weshalb uns Gott mit dem Heiligen Geist getauft hat. Er möchte uns haben. Er will, dass unser Leib ein Kanal ist, durch den sein Leben strömen kann. Weißt du, dass dein Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist? Weißt du, dass du teuer erkauft bist und nicht mehr dir selbst gehörst? Alle Glieder sind Glieder Jesu Christi. Wie wunderbar, die Kraft Gottes in jedem Winkel unseres Leibes zu verspüren! Wie wunderbar, wenn der Geist Gottes die Herrschaft über unsere Hände, über unsere Füße und über unsere Zunge hat!

Geliebte, Jesus hat sich mit seinem kostbaren Blut eine Gemeinde erkauft, damit sie sein uneingeschränkter Besitz sei. Wir wissen, dass ihm die Engel gehören. Er macht seine Engel zu Feuerflammen, und sie gehorchen ihm. Aber wir, du und ich, sind seine Braut, Glieder seines Leibes. Wenn du Jesus in dein Herz eingelassen hast, dann bist du nicht mehr allein. Die Kraft des Heiligen Geistes wirkt in dir. Dieser Herr, dieser Meister fordert dein Herz, deinen Leib deinen Geist, dein ganzes Sein.

Ich wundere mich, dass es so viele Gläubige gibt die Gott nicht gehorchen. Ich wundere mich über die Gläubigen, die noch tun können, was ihnen beliebt. Höre: Deine ewige Verdammnis ist sicher! Wie viele sind doch berufen, berufen zum Abendmahl des Lammes! Sie sind erwählt, die Braut Christi zu sein, sie sollen mit dem Sohn Gottes vereint werden, sie sollen an der himmlischen Berufung teilhaben ‑ aber sie hören nicht auf seinen Ruf. Heute, so ihr seine Stimme hört, verstocket euer Herz nicht, wie es in der Wüste geschah! Sie wurden gerufen, aber sie weigerten sich, den Willen Gottes zu tun. Dann sagte er: "Ich schwor in meinem Zorn, dass sie nicht hineinkommen sollten." Ob Gott auch über dich in seinem Zorn geschworen hat? Aber er hat bestimmt geschworen, dass er dich durchbringen wird, wenn du ihm folgst.

Wie gehorchst du Jesus? Bist du sorgfältig bemüht, seinen Willen zu tun? Gottes großer Besitz und Gottes wertvoller Schatz sind Menschen, die in dieser Welt Jesus lieben. Sie halten ihr Angesicht auf das Ziel gerichtet und gehen vorwärts um jeden Preis. Für sie ist es abgemacht ‑ Gott hat mit einer unauslöschlichen Feuerschrift den Namen Jesus in ihre Herzen geschrieben.

Jesus Christus im Herzen zu haben, ist eine wunderbare Wirklichkeit, die uns keiner rauben kann. Wo steht Jesus drinnen oder draußen? Wenn Jesus in dir ist, dann hast du keine Furcht mehr. Die Welt ist überwunden, und der Teufel ist besiegt!

Sage nicht: "Ich bin reich!" Sei nicht zufrieden, solange nicht Jesus zu dir gekommen ist und das Abendmahl mit dir hält. Wohl die, wenn du auf sein Klopfen eingehst! Er erquickt dich mit seinen himmlischen Gütern. 

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Die lebendige Stimme des lebendigen Gottes
Daniel Del Vecchio

Gott redet. Das ist eine Tatsache, die sich nicht verleugnen lässt. Gott hat nicht ein Buch, unsere Bibel, inspiriert und es darin in Stillschweigen gehüllt. Nein, es ist das Wesen Gottes, zu reden! Der Sohn wird "das Wort Gottes" genannt. Dieses Wort, das die Welt ins Dasein gerufen hat, hält alle Dinge zusammen. Dieses Wort wurde Fleisch und redet auch heute noch zu den Menschenkindern.

Von den alten Hebräern wurde die alles umfassende Stimme Gottes oft mit "Weisheit" bezeichnet. In Sprüche 8: 1 lesen wir: "Ruft nicht die Weisheit, und die Klugheit lässt sich hören?" Es ist eine geistliche Antwort, die diese Weisheit Gottes erwartet. Das Trauerspiel ist, dass unser ewiges Wohlergehen vom rechten Hinhören abhängt und dass sich unser Ohr schon daran gewöhnt hat, nicht hinzuhören! Wir sind erstaunt, wenn wir sehen, wie die Menschen unserer Tage auf die Stimme Gottes reagieren.

Derselbe Heilige Geist, der einst die Männer Gottes zum Schreiben seines Wortes inspirierte, teilt auch heute dem Prediger das Wort Gottes mit, und die Reaktion darauf ist sehr verschieden. Der eine hört. Innerlich überführt, antwortet er auf die Stimme Gottes und erlebt den Frieden seines Herzens. Ein anderer bleibt gleichgültig und hört nichts. Wieder ein anderer ist beleidigt und antwortet mit Widerstand. Andere Menschen, wie Adam und weichen der Stimme Gottes aus und fliehen vor ihr.

Die Tatsache dass alle Menschen die Stimme Gottes hören, können wir nicht leugnen. Unsere Antwort ist es, die den Unterschied bewirkt. Adam und Eva sind geflohen, weil sie befürchteten, entdeckt zu werden. Sie fürchteten die Strafe. Sie fürchteten den Tod. Die Sünde hat sie von Gott getrennt. Die Stimme, die einst mit ihnen freundlich, liebevoll und tröstlich verkehrte, schien jetzt die Stimme der Verdammung zu sein! Gott hatte sich nicht verändert ‑es war ihr Verhältnis zu Gott, das sich verändert hatte. Die Sünde, die im Herzen gehegt wird, veranlasst den Menschen, vor dem Angesicht Gottes zu fliehen. Es ist für diesen Menschen keine freundliche Stimme, sondern eine Stimme, die seine falsche Sicherheit bloßstellt. Sie bringt ihn aus der Fassung. Sie erinnert ihn an den Lohn der Sünde. Sie erinnert ihn an die unerledigte Rechnung,. Sie erinnert ihn an das kommende Gericht. Deshalb reagiert der Mensch mit Furcht. Er läuft weg und verbirgt sich vor der Stimme Gottes.

Andere reagieren mit Unglauben. Die religiösen Führer der Tage Jesu weigerten sich, ihn zu verstehen. Sie sprachen zu ihm: "Bist du Christus, so sage es uns frei heraus!" Sie wollten nicht glauben, und deshalb haben sie ihn nicht verstanden. Sie riefen: "Sage es uns frei heraus ‑ wir verstehen dich nicht!" Jesus gab darauf eine gute Antwort indem er sagte: "Ihr glaubt nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir." Wer Jesus gehört, folgt keinem Fremden. Die wahren Schafe fliehen vor des Fremden Stimme. Wenn du durch die Wiedergeburt der Lammesnatur teilhaftig geworden bist, dann folgst du ihm und hörst auf seine Stimme.

Andere Menschen versuchen, die Stimme Gottes wissenschaftlich zu erklären. Als Jesus im Jordan getauft wurde und die Stimme Gottes vom Himmel kam und sprach: "Das ist mein  lieber Sohn" an dem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören" da sagten etliche: "Es donnert!" So reden die Menschen, die die Bekehrung durch psychologische Ausdrücke ersetzen oder die Schöpfung wissenschaftlich erklären wollen. Indem sie das tun, schaffen sie eine unglaubwürdige Religion. Einige hören deutlich die Stimme Gottes, andere sagen: "Es donnert!" Aber die Tatsache bleibt bestehen, dass der, der ein offenes Ohr hat, hören wird, was der Geist Gottes sagt.

Das Wort Gottes ist nicht in erster Linie eine moralische Lehre oder ein historischer Bericht, das Wort Gottes ist lebendig, es ist kraftvoll, es ist schärfer denn irgendein zweischneidiges Schwert, und es ist ein Richter der Gedanken und Absichten des Herzens. Die Stimme Gottes redet zu uns. Sie ruft nach Menschen, die von der Lüge Satans betrogen worden sind Sie ruft nach Menschen, um sie aus ihrem Versteck zu locken und vor das Angesicht ihres Schöpfers zu stellen. Es ist eine Stimme, die uns in die wiederhergestellte Gemeinschaft ziehen möchte. Es ist eine freundliche Stimme, die uns Buße und Vergebung anbietet.

Die Stimme Gottes hat Schöpfungskraft. Er sprach, und es geschah. Er sprach zum Nichts, und es wurde etwas. Das Chaos hörte es ‑‑ und wurde Licht. Gott schuf durch sein gesprochenes Wort. Auch heute ist es sein Wort, das, im Glauben gesprochen und im Glauben aufgenommen, die Natur Gottes in unserem Leben schafft. Petrus sagt, dass uns die allergrößten Verheißungen geschenkt sind und wir durch sie der göttlichen Natur teilhaftig werden sollen.

Das Wort Gottes stärkt uns. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes kommt." Das Wort bewahrt das neue Leben. "Seid begierig nach der lauteren Milch, das ihr durch dieselbe zunehmet" Das Wort, das durch seine Kraft das gesamte Universum stützt und hält, ist auch fähig, dich zu stützen! Es bewahrt dich vor dein Fall, und es stellt dich unsträflich und mit großer Freude vor den Thron Gottes. Wer verleiht uns Kraft bei Prüfungen und Leiden? Das lebendige Wort! Das ewige Wort! Das fleischgewordene Wort!

Gott redet zu den Menschen. Haben wir uns schon daran gewöhnt, auf ihn zu hören? Oder wenden wir uns ab, wenn die Stimme der Vergebung zu uns spricht? Die mitleidvolle Stimme Gottes weint. "Jerusalem, Jerusalem, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!" Die heilende Stimme Gottes sagt: "Stehe auf, nimm dein Bett und wandle!" Die barmherzige Stimme Gottes gebietet: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Die weisende Stimme Gottes mahnt: "Dies ist der Weg, den gehet!"

Um uns her sind viele Stimmen ‑‑ sie sprechen, sie scherzen, sie singen. Sie sind auf den Wellen des Äthers, und sie sind auf dem Tonband. Ohne Gerät können wir sie nicht vernehmen. Auf ähnliche Weise hat jeder von uns die Möglichkeit die Signale aus der unsichtbaren Welt zu empfangen. Wir sind dazu verordnet, Gottes Stimme zu hören, seine Gedanken zu empfangen und seinen Anweisungen zu gehorchen.

 Die Stimmen um uns her rufen nach unserer Aufmerksamkeit und fordern unseren Gehorsam. Wir können abstellen; wir können einen anderen "Kanal" wählen. Gottes Stimme führt uns aus der Finsternis. Seine Stimme gibt Hoffnung. Seine Stimme gibt Frieden. Seine Stimme gibt Vergebung. Seine Stimme stellt die Dinge wieder her, die uns die Sünde raubte.

Wenn wir hören wollen, werden wir hören. Wenn wir das Buch des Lebens öffnen und nach dem Weg fragen, werden wir die lebendige Stimme Gottes vernehmen. Gott redet nicht immer so, wie wir es zu hören begehren. Er weiß, was wir bedürfen, und gibt uns das rechte Wort zur rechten Zeit. Er ist die Wahrheit, die offenbarte Wahrheit, und wenn wir die Wahrheit suchen, werden wir sie finden.

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Was ist Bekehrung?  Billy Graham

Aus tausend Fragen ist mir bekannt, dass es eine weitverbreitete Verwirrung im Blick auf die Bekehrung gibt. Ich möchte dieses Thema jetzt kurz behandeln, damit jeder Leser versteht, was die Bibel über diese wichtige Wahrheit zu sagen hat.

Die Bibel lehrt, dass Gott ein heiliger und gerechter Gott ist. Gott kann die Sünde nicht dulden. Die Sünde hat den Zorn Gottes auf den Menschen gebracht. Alle Nöte und Trübsale in der Weit finden ihren Ursprung in der Tatsache, dass der Mensch sein sittliches, geistiges und geistliches Verständnis für Gott verloren hat, weil er Gott verloren hat. Er wird Gott nicht finden, ehe er nicht den Wege findet, der zurück zu Gott führt.

Christus hat durch seinen Tod am Kreuz den Weg zurück zu Gott bereitet. Er hat unser Verhältnis zur Gerechtigkeit Gottes wiederhergestellt. Er hat durch das Vergießen seines Blutes die Erlösung des Menschen erworben. Sein Tod und seine Auferstehung haben einen neuen und ewig währenden Bund zwischen Gott und dem Menschen geschaffen.

Der Weg zurück zu Gott ist darum kein verstandesmäßiger Weg. Du kannst dir deinen Weg zurück zu Gott nicht erdenken; denn der fleischliche Sinn steht in Feindschaft wider Gott. Du kannst den Weg zurück zu Gott auch nicht durch Gottesverehrung erlangen. Du kannst deinen Weg zu Gott nicht durch moralische Bemühungen schaffen, weil dein Charakter von der  Sünde verdorben ist.

Das führt uns zu den selbstverständlichen Fragen: Was sollen wir tun? Wo sollen wir anfangen? Womit sollen wir beginnen? Was ist der Weg, der zurück zu Gott führt? Es gibt nur einen Weg zurück zu Gott, und das ist der Weg des Kreuzes. Das Wort Gottes sagt dass jeder von uns die Erlösung Christi ganz persönlich annehmen muss. Jesus sagt‑. "Es sei denn, dass ihr umkehret und werdet wie die Kinder, sonst werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen." Das ist die Bekehrung, die Jesus fordert. Das ist der Anfang! Das ist dein Weg zurück zu Gott!

Ich möchte jetzt keine so starke Betonung auf den Beweggrund für unseren Weg zurück zu Gott legen, sondern mehr auf das tatsächliche Verfahren, das durch Jesus zwischen dem Sünder und Gott geschieht und das Jesus Bekehrung nennt.

Die biblische Bekehrung einhält drei Schritte – zwei sind aktiv, und einer ist passiv. Zur aktiven Bekehrung gehören Buße und Glauben. Buße Ist der Anfang der Bekehrung und verursacht die Umkehr vom alten Leben. Glaube ist der Gegenstand der Bekehrung und verursacht die Hinkehr zu Gott. Der dritte Schritt ist die Antwort Gottes, die Wiedergeburt oder neue Geburt genannt wird.

Eine wahre Bekehrung umfasst vollständig unseren Geist, unseren Sinn und unseren Willen. Es gibt Tausende von Menschen, die sich verstandesmäßig zu Jesus bekehrt haben. Sie glauben an die ganze Bibel. Sie glauben alles über Jesus, aber sie haben sich noch nie mit ihrem Herzen zu ihm bekehrt.

Wenn du Jesus nur mit deinem Verstand aufgenommen hast, genügt das nicht. Auch dein Wille muss bekehrt werden. Du musst den Entschluss fassen, Jesus zu gehorchen und zu folgen. Dein Wille muss sich dem Willen Gottes beugen. Dein Ich muss ans Kreuz genagelt sein. Dein einziges Verlangen, das du dann noch hast, ist, ihm wohlzugefallen.

Zusammenfassend möchte ich sagen: Bekehrung bedeutet ganz einfach, dass du durch den Geist Gottes verwandelt wirst. Ein bekehrter Mensch liebt jetzt das, was er vorher hasste, und hasst das, was er einst liebte. Auch sein Herz hat sich Gott gegenüber verändert. Wo er sich einst nicht um Gott kümmerte und in ständiger Furcht vor Gott und in Feindschaft mit Gott lebte, steht er jetzt in einem Leben der Ehrfurcht, des Vertrauens, des Gehorsams und der Hingabe. Die Gerechtigkeit und Heiligkeit des Herzens und das Führen eines heiligen Lebens überragen jetzt alle anderen Interessen, und das Verlangen, Jesus wohlzugefallen, ist das einzige, was für ihn noch von wirklicher Bedeutung ist.

Die Bekehrung bedeutet eine völlige Verwandlung im Leben des einzelnen. Das Wichtigste dabei ist, dass er die Königsherrschaft Gottes durch das vollbrachte Werk Jesu am Kreuz angenommen hat. Das kannst auch du erleben, wenn du dein Herz und Leben Jesus übergibst. Die Bibel sagt: "Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben und von Gott geboren sind." 

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Täusche dich nicht über deine guten Rührungen,
über deine Buß‑ und Freudentränen,
womit du das Wort Gottes annimmst
Es kommt auf Beharrlichkeit und Standhaftigkeit an,
wenn die Drangsalshitze brennt und sticht

Ch. H. Zeller
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Der feste Grund unserer Hoffnung. C. H. Spurgeon

Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus: In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort und aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis des Christus unter euch gefestigt worden ist. Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbar werden unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch festigen wird bis ans Ende, so dass ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. (1.Kor. 1,4‑8 Elbf.)

Die Hoffnung, die Paulus für die Gläubigen in Korinth hegte, ist ein Trost für alle, die befürchten, das Glaubensleben nicht bewältigen zu können. Aber worauf gründet sich sein Vertrauen, dass die Gläubigen im Glauben beharren und das Ziel erreichen werden?

Paulus lässt uns in dieser Frage nicht im Unklaren: "Denn Gott ist treu, der euch berufen hat zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi" (1. Kor. 1,9). Der Apostel sagt nicht: "Ihr seid treu", denn leider kann man sich auf die Treue der Menschen nicht verlassen. Paulus sagt auch nicht: "Ihr habt treue Prediger, die euch führen und leiten, und deshalb hoffe ich, dass ihr bewahrt werdet." Nein, wenn allein Menschen uns bewahren wollten, dann hätten wir keinen Grund so zu hoffen, wie Paulus es tat. Er sagt: "Gott ist treu." Wenn wir als treu befunden werden, dann nur deshalb. Gott treu ist. unseres Heils ruht allein auf der Treue Gottes. Alles hängt von ihm ab. Wir sind unstetig wie der Wind, so leicht zu zerstören wie ein Spinnengewebe und nachgiebig wie Wasser. Es ist kein Verlass auf unsere natürlichen Qualitäten oder auf unsere geistlichen Vorzüge; aber Gott ist und bleibt treu. Er ist treu in seiner Liebe, bei ihm gibt es keine Veränderung. Er steht zu seinen Entscheidungen und alles, was er plant und was er beginnt, das führt er auch aus. Er ist in jeder Beziehung treu. Die Gläubigen sind seine Kinder und er wird sie niemals verstoßen. Die Gläubigen sind auch Freunde Gottes und er wird sie niemals verleugnen. Die Gläubigen sind Gottes neue Geschöpfe und als ihr Schöpfer wird er das begonnene Werk an ihnen nicht aufgeben. Er steht treu zu dein was er verspricht und er wird keine seiner Verheißungen auch nur an einem einzigen Gläubigen unerfüllt lassen. Er ist seinem Bund treu, den er mit uns in Jesus Christus geschlossen und den er mit dem Blut seines Sohnes versiegelt hat. Er ist seinem Sohn treu und wird nicht zulassen, dass sein kostbares Blut vergeblich geflossen ist. Er ist seinem Volk treu, dem er das ewige Leben verheißen hat und er wird sich nicht von ihnen abwenden

Die Treue und Zuverlässigkeit Gottes ist die Basis für unsere Hoffnung auf Bewahrung bis zum Ende. Die Heiligen werden am Ende nicht anklagbar sein, weil Gott an seiner Gnade festhält. Gott hört nicht auf sie zu segnen, darum hören die Gläubigen nicht auf, gesegnet zu werden. Gott hört nicht auf sein Eigentum zu bewahren, deshalb bleiben die Seinen ihm treu. Dieses Fundament ist das sicherste, auf das man bauen kann. Es ist allein die freie Gnade und uneingeschränkte Barmherzigkeit Gottes, die uns unsere Errettung garantiert. Jeder Grund darauf zu hoffen, dass wir bis ans Ende an Gott festhalten und zuletzt schuldlos befunden werden, liegt allein in unserem Gott und in dem, was er getan hat. Er hat alles für unsere Errettung gegeben, und er wird nichts davon rückgängig  machen. Paulus erinnert uns daran. dass Gott uns zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus berufen hat (vgl, 1. Korinther 1, 9). Er selbst hat uns dazu berufen und er wird diese Berufung nicht mehr zurücknehmen, denn "Gottes Gaben und Berufung sind unwiderruflich" (Römer 11, 29). "Denn die er berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht, und die er gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht" (Römer 8, 30). Das ist eine feste Regel, an die Gott sich hält. Die Bibel kennt zwar eine allgemeine Berufung , denn sie sagt: "Viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt" (Matthäus 20,16). Aber damit ist nicht die Berufung gemeint, von der Paulus an dieser Stelle redet ‑ nämlich das Ergebnis von Gottes besonderer Liebe, die uns ganz sicher an das Ziel unserer Berufung führt. Diese spezielle Berufung gilt den geistlichen Nachkommen Abrahams, zu denen Gott sagte: "Ich habe dich berufen von der Welt Ende her und sprach zu dir: Du sollst mein Knecht sein‑, denn ich erwähle dich und verwerfe dich nicht" (Jesaja 41,9). Er hat uns zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus berufen. Diese Gemeinschaft ist eine lebenslange Beziehung mit Jesus, und ich bitte dich, gut darüber nachzudenken, was das heißt. Denn wenn du tatsächlich durch Gottes Gnade berufen bist, dann bist du in diese lebenslange Beziehung mit dem Herrn Jesus Christus eingetreten. Ab diesem Moment bist du in Gottes Augen eins mit Jesus. Als der Herr am Kreuz für deine Sünden bezahlte und dadurch den Zorn Gottes über deine Sünden ertrug, wurde er auch zu deiner Gerechtigkeit, so dass du ihm gerechtfertigt bist! Du gehörst Christus, und Christus gehört dir. Wie Adam die Stellvertretung für alle seine Nachkommen antrat, so tritt Jesus stellvertretend für die ein, die zu ihm gehören. So wie Eheleute eins sind, so bist du eins mit Jesus und mit dir alle, die durch den Glauben mit ihm vereinigt sind. Dies ist ein Ehebund, der niemals gebrochen werden kann. Mehr noch: Die Gläubigen sind Glieder an Jesu Leib und darum untrennbar mit ihm durch eine liebevolle, lebendige und ewige Verbindung vereint. Gott hat uns selbst zu dieser Verbindung, zu dieser Gemeinschaft und zu dieser Beziehung berufen. Damit hat er uns die absolute Gewissheit gegeben, dass er uns auch bis ans Ende bewahren wird. Losgelöst von Christus sind wir erbärmliche und vergängliche Wesen, die dem Untergang entgegengehen. Aber mit Christus vereint sind wir von derselben Natur wie er und tragen deshalb sein unsterbliches Leben in uns. Unser Schicksal hängt mit dem unseres Herrn zusammen, und da er nicht vernichtet werden kann, können auch wir nicht umkommen.

Nimm dir viel Zeit, um über die Gemeinschaft mit Jesus, zu der Gott dich berufen hat, nachzudenken; denn sie ist der Grund für deine ganze Hoffnung! Du kannst niemals arm sein, wenn du zu dein gehörst, der den Himmel und die Erde besitzt. Mit Christus bist du immer auf der sicheren Seite selbst in notvollen Zeiten und sogar im Tod. Der Herr hat dich in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus berufen und dich dadurch an einen Ort gestellt, an dem du sicher und geschützt bist. Wenn du durch den Glauben zu Jesus gehörst, darin bist du mit Ihm vereint und deshalb für alle Ewigkeiten sicher! Diese Rechnung ist doch wohl mehr als logisch. Es kann gar nicht anders sein, als dass du bis ans Ende bewahrt wirst, wenn du wirklich durch Gottes unwiderrufliches Eingreifen mit Jesus vereint bist. Du sitzt sozusagen in einem Boot mit Jesus; wenn er nicht sinkt, wirst du nicht ertrinken. Jesus hat seine Erlösten so sehr mit sich verbunden, dass er selbst erst besiegt werden müsste, bevor selbst der Kleinste der Erlösten, die er sich durch sein Blut erkauft hat, Schaden nehmen könnte. Wir brauchen uns also vor nichts zu fürchten.

Auf diese Weise wollen wir voll Vertrauen in die Zukunft gehen. Wenn uns andere fragen sollten, warum wir so fröhlich in die so unsichere Zukunft schauen, dann wollen wir ihnen voller Freude bekennen, dass wir ganz und immer mehr auf Jesus vertrauen. Unser treuer Gott ist die Quelle der Freude. und unsere Gemeinschaft mit seinem Sohn ist der Strom des Glücks. Wenn wir all das wissen und daran glauben, haben wir jeden Grund nicht mutlos zu werden. Wir können gemeinsam mit dem Apostel Paulus sagen: "Wer könnte uiis trennen von der Liebe Gottes, die er uns in Jesus Christus schenkt, unserem Herrn?" (Römer 8, 5‑39).

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Gefahren für die Einheit.   Dietrich Bonhoeffer

"Es kam ein Gedanke unter sie,
welcher unter ihnen der Größte wäre" (Lukas 9, 46).

Wer diesen Gedanken unter die christliche Gemeinschaft sät, wissen wir. Vielleicht bedenken wir aber nicht genug, dass keine christliche Gemeinschaft zusammen-kommen kann, ohne dass alsbald dieser Gedanke auftaucht als Saat der Zwietracht. Kaum dass Menschen beieinander sind, müssen sie anfangen, einander zu beobachten, zu beurteilen, einzuordnen. Damit hebt schon im Entstehen christlicher Gemeinschaft ein unsichtbarer, oft unbewusster furchtbarer Streit auf Leben und Tod an. "Es kam auch ein Gedanke unter sie" ‑ das genügt, um die Gemeinschaft zu zerstören. Darum ist es für jede christliche Gemeinschaft lebensnotwendig, dass sie von der ersten Stunde an diesen gefährlichen Feind ins Auge fasst und ausrottet. Hier ist keine Zeit zu verlieren, denn vom ersten Augenblick der Begegnung mit dem anderen an sucht der Mensch nach der Kampfstellung, die er den anderen gegenüber beziehen und durchhalten kann. Da sind Starke und Schwache; ist er selbst nicht stark, nun, so ergreift er alsbald das Recht des Schwachen als sein eigenes und führt es gegen die Starken.

Da sind Begabte und Unbegabte. Einfache und Schwierige, Fromme und weniger Fromme, Gemeinschaftsmenschen und Eigenbrötler. Hat nicht der Unbegabte ebenso eine Position zu beziehen wie der Begabte. der Schwierige wie der Einfache? Und bin ich nicht begabt, so bin ich doch vielleicht fromm. oder ich bin nicht fromm, so will ich es auch gar nicht sein. Kann nicht der Gemeinschaftsmensch im Augenblick alles für sich gewinnen und den Eigenbrötler bloßstellen, und kann nicht der Eigenbrötler der unüberwindliche Feind und schließlich Besieger des Gemeinschaftsmenschen werden? Welcher Mensch fände nicht mit instinktiver Sicherheit den Ort, an dem er stehen und sich verteidigen kann, den er aber nie und nimmer einem anderen einräumen wird, um den er kämpfen wird mit seinem ganzen Trieb zur Selbstbehauptung? Das alles kann unter den Zivilisten oder auch frömmsten Formen geschehen, aber es kommt darauf an. dass eine christliche Gemeinschaft weiß, dass ganz gewiss irgendwo "ein Gedanke unter sie kam, wer der Größte unter ihnen wäre". Es ist der Kampf des natürlichen Menschen um Selbstrechtfertigung. Er findet sie nur am Vergleich mit dem anderen, am Urteil, am Gericht über den anderen. Selbstrechtfertigung und Richten gehören zusammen, wie Recht-fertigung aus Gnaden und Dienen zusammengehören

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Gestern half der Herr, heute preise ich Seinen Namen,
denn ich ich weiß, dass Er auch morgen helfen wird.

Gottes Größe zeigt sich auch im kleinen,
Darum würfen wir getrost mit allem,
was uns bewegt, zu ihm zu kommen.

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